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Nancy Gutmanns Freizeit ist die sportliche Ausbildung von Kindern und Jugendlichen © Drucken

Zu Beginn jedes Trainings beim SV „Fortschritt“ Lunzenau, ob nun auf dem Sportplatz oder in der Turnhalle in der Altenburger Straße, sitzt Nancy Gutmann mit ihren Trainingsgruppen in großer Runde und bespricht aktuelle Dinge und das Trainingsprogramm des Tages. Eigentlich studiert die Mittweidaerin noch an der Martin-Luther-Universität in Halle Angewandte Geowissenschaften und will mit dem Bachelor abschließen. Ihre ganze Freizeit widmet sie aber der sportlichen Ausbildung von Kindern und Jugendlichen, speziell in der Leichtathletik.

„Als meine Vorgängerin Kerstin Schlegel hier vor sechs Jahren aus beruflichen Gründen aufhörte, gab es die Leichtathletikgemeinschaft (LG) Mittweida schon und die Abteilung des Lunzenauer SV war Mitglied. Ich war zwar noch in der Ausbildung als Übungsleiterin für den Breitensport aber mein Freund Michael Sperling meinte, dass dies ein guter Start für mich wäre. So kam ich hierher und wurde Mitglied im Verein“, erinnert sich die 27-Jährige an den Beginn ihrer Tätigkeit in Lunzenau. Zweimal in der Woche ist sie für die LG in Lunzenau, einmal in Rochlitz. „Das habe ich mir selbst so ausgewählt, damit ich mit Michi, der ja auch als Trainer in der LG tätig ist, mehr gemeinsame Zeit verbringen kann“, begründet sie ihr persönliches Engagement. Denn neben den Trainingszeiten sind da ja noch die vielen Wochenenden mit den Wettkämpfen ihrer Schützlinge. Herangeführt werden die jüngeren über den Kindersport, den Nancy auch einmal in Lunzenau und einmal in Mittweida leitet. In Lunzenau kommen sie dann bei Helga Schapp in die Zwischengruppe der Sechs- bis Neunjährigen, ehe sie von Nancy Gutmann im Alter von neun bis 13 Jahren weiter trainiert werden. „Dazu zählen auch meine beiden derzeitigen Zugpferde in der Gruppe, Sarah Pietsch und Vanessa Nagel. Beide haben sich für das Juniorteam in der LG entschieden. Sie trainieren nun sogar viermal in der Woche, haben Vorbildfunktion in ihren Trainingsgruppen und müssen natürlich am regelmäßigen Wettkampfbetrieb bis hin zur Landesebene teilnehmen. Dafür haben beide ein spezielles Trainingsprogramm“, sagt die Übungsleiterin. Die beiden Mädchen schwärmen von ihrer Nancy. So meint Sarah: „Sie ist nett, cool und auch ein bisschen verrückt. Manchmal hat sie ihre Phase, wo sie uns nachmacht. Das empfinde ich aber als ganz lustig. Worauf ich aber beim Training achten muss, erklärt sie mir bis ins Kleinste.“ „Sie bringt uns öfter zum Lachen, kann aber auch streng sein, wenn es nicht so klappt. Dann macht sie es selbst vor, damit wir unsere Fehler erkennen“, wird sie von Vanessa ergänzt. Auch der Vereinsvorsitzende Eric Braun hält viel von seiner Übungsleiterin. „Sie ist akribisch, gewissenhaft und erfolgsorientiert. Sie hat ihre Schützlinge im Griff. In der Leichtathletik sind große Erfolge erreicht worden. Das macht sich nicht immer an Titeln fest, sondern trägt auch zum Renommee des Vereins bei“, schätzt er ein. Im vergangen Jahr wurde sie dafür am Tag des Ehrenamtes von der Stadt Lunzenau geehrt.

 

Volker Schwarze, Rochlitz ©

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