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Interview mit Vereinspräsident zu den aktuellen Entwicklungen: Drucken

Der SV Fortschritt Lunzenau steht gut da und ist der mitgliederstärkste Verein in Lunzenau. Was verbirgt sich konkret dahinter?

Eric Braun: Die Mitgliederzahl ist von knapp 100 auf 425 Personen angewachsen, also hat sich vervierfacht. Auch die Vielfalt des sportlichen Angebotes ist gestiegen. Aus den damals fünf Abteilungen sind zwölf geworden. Zum Jahresende wird sich der Lunzenauer Damensportverein uns noch anschließen und damit zu einer konstanten Weiterentwicklung beitragen.

Lässt sich so eine Gemeinschaft überhaupt noch ehrenamtlich managen?

Eric Braun: Das wird zunehmend schwieriger. Jedoch für eine hauptamtliche Tätigkeit sind es zu wenig Mitglieder, dies müssen wir auch bei Förderungen und anderen Themen feststellen. Deshalb führt in Zukunft kein Weg an einem Zusammenschluss von Vereinen vorbei. Jedoch dazu bedarf es eines behutsamen Herangehens, ohne dabei die Historie und Tradition der Sportgemeinschaft aus den Augen zu verlieren. Wir müssen die Mitglieder mitnehmen, sie in Entscheidungen einbeziehen. Das sollte im nächsten Jahr angegangen bzw. begonnen werden.

Worauf wird zurzeit der Schwerpunkt der Vereinsarbeit gelegt?

Eric Braun: Priorität in der Vereinsarbeit hat, beste Bedingungen für die sportliche Betätigung, egal ob im Freizeit- oder Wettkampfsport zu schaffen. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wollen wir beispielsweise das Camp im Ortsteil Schlaisdorf verkaufen und sind auch bei der Organisation des Parkfestes bewusst ausgestiegen. Um weiterhin eine gute Vereinsarbeit machen zu können, haben wir auch die Arbeit auf breitere Schultern verteilt, so gehören dem künftigen Vorstand knapp 30 Mitglieder in verschieden Bereichen und Aufgaben an.

Wie ist es um die Sportstätten bestellt?

Eric Braun: Mit dem Sportplatz an der Rochlitzer Straße und der Turnhalle an der Altenburger Straße stehen uns ansprechende Sportanlagen zur Verfügung. Jedoch die Hallenkapazitäten werden angesichts des weiteren Anwachsens der Mitgliederzahl nicht mehr ausreichen. Hier ist, wie generell auch wenn der Freizeitsport nicht zu den Pflichtaufgaben gehört, die Kommune mitgefragt und muss dringen ihrer Verantwortung nachkommen.

Auf welche Erfolge kann der Verein verweisen?

Eric Braun: Da die Mitglieder überwiegend hobbyorientiert aktiv sind, können wir nicht mit Rekorden aufwarten, aber was im Wettkampfsport erreicht wurde, kann sich durchaus sehen lassen. Die Fußball-Damen, die Leichtathleten und Dartspieler haben von sich reden gemacht, ebenso anerkennenswert die Leistungen der vier Tischtennisteams. Sie alle können und wollen noch eine Schippe drauflegen. Ihre Kräfte messen wollen im kommenden Jahr die Volleyball- und Basketballmannschaft bei Turnieren und anderen Gelegenheiten. Da könnte die eine oder andere Sportart durchaus noch dazugekommen, denn im gemeinsamen Training wächst irgendwann der Wunsch, den Leistungsstand zu vergleichen.

 

  • Zahlen und Fakten

Der SV Fortschritt Lunzenau, gegründet 1950, zählt zurzeit 425 Mitglieder. Davon sind etwa ein Drittel Kinder und Jugendliche. In 12 Abteilungen frönen sie dem Freizeit- und Wettkampfsport. Der Altersdurchschnitt liegt bei 29,8 Jahren. Die Mitglieder kommen nicht nur aus Lunzenau und den Ortsteilen, sondern auch aus dem Einzugsgebiet Rochlitz, Colditz, Wittgensdorf, Burgstädt und Penig. Der Vereinshaushalt umfasst für 2012 knapp 50.000 Euro. Erstmals konnten Rücklagen gebildet werden.

 
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