Volleyball im Tandemmodell Drucken

von Steffi Winkler

Lunzenau. Der SV Fortschritt Lunzenau, mit derzeit 400 Mitgliedern ist der größte Verein der Muldestadt. Etwa ein Drittel sind Kinder- und Jugendliche. In zehn Abteilungen bietet der Sportverein seinen Mitgliedern ein breites sportliches Betätigungsfeld. „Dabei ist es uns wichtig, Interessenten ein ungezwungenes  Freizeitsporttraining zu ermöglichen“, informiert Vereinspräsident Eric Braun. Seit Anfang Oktober hat der Verein mit Daniel Petzold und Jan Günzel zwei neue Trainer für die Abteilung Volleyball gefunden.
 

Diese, vor 18 Monaten mit zirka 35 Mitgliedern gegründete neunte Abteilung ist die einzige, die Mitgliederschwund zu verzeichnen hatte. Da sich der Verein auf die Fahne geschrieben hat, Angebote, die sich die Bevölkerung wünscht, zu bieten, ist es ihm auch wichtig, den Gründen für diese Rückläufigkeit nachzugehen. Mit der damaligen Trainerin aus Mittweida fand man eine sportlich qualifizierte Trainerpersönlichkeit. Das regionale und menschliche Verständnis allerdings blieb weitgehend außen vor, stellte man nun fest. Deshalb wagt der Verein jetzt einen zweiten Anlauf und setzt im Neuaufbau auf das Tandemtrainermodell mit einer Mischung aus qualifizierten Trainern und regional menschlichem Verständnis.
Volleyballinteressierte, die ein ungezwungenes Freizeitsporttraining anvisieren, sind freitags ab 19.15 Uhr in der Turnhalle Altenburger Straße gern gesehen. Geboten werden zwei Stunden Bewegung in der breiten Masse, kein Turniersport. Kräftemessen mit gleichgesinnten Spielgemeinschaften inbegriffen. „Wer gern einen Schritt weiter gehen möchte, mehr Ambitionen hat, wird entsprechend gefördert“, verspricht Trainer Daniel Petzold. Der 32-Jährige Lunzenauer ist von Beruf Erzieher. Leichtathletik und Judo gehören als feste Bestandteile seit frühester Kindheit zu seinem Leben. Immer mittwochs von 17 bis 18.30 Uhr trainieren die Volleyball-Kinder mit Jan Günzel in der Grundschulturnhalle. Das optimale Einstiegsalter liegt bei 10 Jahren, weiß der 27-Jährige aktive Volleyballer und freut sich auf Neuzugänge. Er treibt seit seinem 3. Lebensjahr regelmäßig Sport. Zuhause in Penig, gehört seine zweite sportliche Liebe dem Rennrad. Für seine neue Traineraufgabe hat er sich vorgenommen, den Kids eine ausgewogene Mischung zwischen Training und Spielen zu präsentieren. Sportliche Betätigung muss auch Freude machen, ist er sich sicher. „Mit diesem Neuanfang soll aus vergangenen Fehlern gelernt werden und die Einstellung auf die Bedürfnisse der Sportfreunde noch mehr gewichtet werden. Die Spieler sollen die Trainingsmethoden mitgestalten, Spaß und Lockerheit an der Sache haben und ihre Ideen einbringen. Als Präsident war der schmale Grad auch für mich eine neue  Erfahrung, einerseits ein angestrebtes Niveau zu wahren, andererseits aber ein Level zu erreichen, dass allen gefällt.“ zeigt Eric Braun die Herausforderungen auf, mit  denen die beiden jungen Männer den Neustart begonnen haben. Das Potenzial an Interessenten für die Sportart Volleyball ist in Lunzenau da, ist er überzeugt. Angesprochen sollten sich alle fühlen, die es mal probieren wollen, eine neue aktive Freizeitbeschäftigung suchen oder einfach nur neugierig sind.

 

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